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  • Olaf

Eine kurze Verschnaufpause

Aktualisiert: Juni 4


endlich ein Lichtblick

07.03.2020

Gegen vier Uhr Nachts hörte es auf zu regnen, gerade noch rechtzeitig, denn der Wasserstand auf unserer Wiese war so weit gestiegen, dass es laut Binnenschifffahrtsverordnung langsam nötig wurde die Zelte mit roten und grünen Positionslichtern auszustatten. Morgen kommt bestimmt der Hafenmeister und verlangt eine Liegegebühr, dachte ich bei mir als ich erneut einschlief.

Sehr zu meinem Erstaunen blickte ich beim Aufwachen auf blauen Himmel. Fischi hatte gestern wohl doch recht gehabt. Er hatte im Radio gehört, dass heute die Sonne kommt. Lukasz und meine Wetterapps waren da eher geteilter Meinung gewesen. Sie waren sich lediglich in der Tatsache einig, dass wohl eher keine Sonne kommt. Zur Kontrolle machte ich mein Handy an und es zeigte, dass es draußen regnet. Tat es aber zum Glück nicht. Es war acht Uhr und gleich würde Stephie kommen für eine allerletzte Versorgungsfahrt. Larrys Packsattel macht Probleme. Der Schwerpunkt ist zu hoch, dadurch ist er nicht nur rutschanfällig, sondern auch unbequem für Larry. Auch hat meine schöne neue Matratze leider ein kleines Loch uns hält die Luft nicht vernünftig, also wollte ich sie gegen meine Alte tauschen.

Stephie kam pünktlich um neun. Da wir in Anbetracht der unerwarteten sonnigen Wetterlage beschlossen hatten, noch einen weiteren Tag auf der Wiese zu verbringen, hatten wir Zeit und fuhren erst einmal frühstücken. Die beiden Jungs schliefen noch, was ihnen auch von Herzen gegönnt sei.

Nach dem Frühstück reparierten wir den Packsattel und gingen gemeinsam einkaufen.


der Sattel wird noch einmal perfektioniert

Die Jungs freuten sich, als wir mit Frühstück für Beide wiederkamen. An dieser Stelle muss ich Beiden mal ein großes Kompliment aussprechen. Das ist hier schon Camping für Leute mit gehobeneren Ansprüchen und sie haben sich beide bis jetzt weder über das Wetter noch über die anderen Rahmenbedingungen beschwert.

Stephie fuhr gegen zwei und wir ordneten und trockneten weiter unsere Sachen und bauten noch ein wenig um und flickten Fischis Tarp, denn das war im Wind der Nacht gerissen.


der Schaden der Nacht

Auf der anderen Strassenseite gegenüber unserer Wiese steht ein Autohof. Mit einem Schachtelwirt und heißen sauberen Duschen. Also brachten wir nachdem wir unsere Ausrüstung wieder reisefertig hatten, unsere Körper wieder in einen alltagstauglichen Zustand.

Man glaubt gar nicht, wie schnell so ein Tag rumgeht. Vor allem, wenn einem bewußt ist, dass man morgen wieder auf die Piste muss und es voraussichtlich vom Wetter her wohl eher wieder so mittelprächtig wird.


die Esel wecken Lukasz

wenigstens staubt es nicht beim Laufen

Im Schatten des Esels

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© 2020 by Olaf Seebode