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  • Olaf

Weiter durch die Felder…

Aktualisiert: Juni 4


Die Karawane zieht weiter…

Wir hatten eine geruhsame Nacht in einem warmen Bauwagen, was will man mehr…

Wir versorgten die Esel und verließen gegen zehn den schönen Bauernhof Richtung Bassum. Vor einem Einkaufscenter machten wir erst einmal halt und holten uns ein zünftiges Frühstück. Die Sonne schien und wir wollen uns gemütlich in Ruhe für den Tag stärken. Aber da wurde nichts draus. Wenn man in einer solchen Gruppe mit zwei bepackten Eseln und einem kleinen Hund unterwegs ist, erregt man zwangsläufig Aufmerksamkeit und die Präsenz in den Medien verbessert die Lage nicht gerade. Also beantworteten wir bereitwillig die Fragen der Anwesenden. Mein Kaffee war dabei kalt geworden und ebenso Lukasz Kakao. Als wir dann von einer Dame gefragt wurden, wie wir das mit dem Rückweg gestalten wollten und wie wir die Esel zurückkriegen wollten, sagte Lukasz: „Gar nicht, wenn wir da sind, essen wir sie auf!“ Die Dame wünschte höflich guten Appetit und zog schnell von dannen.Ein ähnliches Erlebnis hatte ich an unserem ersten Tag. Da hielt. Ein Auto neben uns, eine mann stieg aus, lief neben mir her und stellte allerlei Fragen. Als er dann fragte, was unser Ziel sei und ich ihm Spanien entgegnete, drehte er abrupt ab und verschwand. Dabei hatte ich doch ehrlich geantwortet…


Wir kippten unseren kalten Kakao runter und und sahen zu, dass wir schnell wieder raus aus der Stadt auf den Weg kamen. Lukasz und Finn übernahmen die Navigation und weiter ging es durch Felder und kleine Ortschaften. Wir wechselten uns beim Führen der Esel ab und kamen so ganz gut voran. Die Sonne schien und ließ den Gedanken zu, sich von der Jacke trennen zu können. Aber kaum gedacht, schon kam ein launischer Wind um die Ecke und bließ den Gedanken schnell wieder hinfort.

Vor einem Bauernhof lag ein Haufen Heu und die Esel bedienten sich, während wir in Ruhe eine kleine Pause machen konnten. Nach den Pausen dauert es immer eine Weile, bis die Esel wieder gut im Tritt sind. Das ist ebenso nervig, wie unterhaltsam. Die Beiden lassen sich immer was Neues einfallen, wie sie uns aufhalten können.

Wir steuerten gegen drei Uhr auf Twistringen zu. Ich hatte auf dem Weg die Idee doch einfach mal bei der Kirche vorzusprechen. Viel mehr Pilger als wir kann man ja kaum sein. Ich ging mit Lukasz ins Büro der Gemeinde und sprach vor. Wir fragten nach einem kleinen Platz im Pfarrgarten und siehe da, wir durften aufbauen und nicht nur das, wir konnten auch richtig gepflegt heiß duschen. Auch hatten wir alles rechtzeitig vor dem ganz ordentlichen Hagelschauer aufgebaut bekommen. In zweier Gruppen gingen wir dann was Essen. Gegen neun war es so kalt geworden, dass wir alle in unsere Schlafsäcke mussten, um nicht auszukühlen. Gemütlich sitzen und quatschen oder noch etwas schreiben musste also ausfallen.

An dieser Stelle muss ich mal eben was zu diesem Blog loswerden. Ich werde mich immer bemühen Euch auf dem Laufenden zu halten. Aber ich habe keine Lust, dass das für mich in Stress ausartet. Dieses Unternehmen ist etwas aufwendiger, als die letzte Reise von Lukasz und mir alleine. Fischi und Finn haben so etwas noch nie gemacht und wir hatten auch noch nie Esel mit. Das muß sich alles erst einspielen. Ich muss hier in erster Linie dafür sorgen, dass alle Mensch und Tier gut versorgt und sicher in die Nacht gehen. Es muss sich auch noch einspielen, wer was wann und wie macht. Es kann also sein, dass ich die Beiträge nicht regelmäßig hochlade. Auch kann es sein, dass erst mal Bilder zu sehen sind, dann kommt der Text aber zeitnahe nach. Bernd die Bildunterschriften kommen noch, ich habe noch nicht herausgefunden, wie das geht, aber ich arbeite dran.…



Der Hagel überraschte selbst die Esel

Vor fünf Minuten war noch Sonne

zehn Minuten später wird alles wieder verschwunden seinn

Der Pfarrgarten in Twistringen

laufen kann auch anstrengend sein



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